Das Zitat oben bringt vielleicht die Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung vieler Schülerinnen und Schüler und dem tatsächlichen Verlauf des Turniers passend auf den Punkt.

Am 2. Dezember 2025 fand in den Nachmittagssportstunden der Grundkurse der Q-Phase ein Badmintonturnier der etwas anderen Art statt und das sorgte zunächst für Verwirrung und eine niedrige Erwartungshaltung. Es waren alle Schülerinnen und Schüler der Q-Phase aktiv beteiligt, dass heißt auch die ca. 40 LK-Schülerinnen und Schüler standen auf dem Platz. Somit war die Sporthalle mit ungefähr 250 Teilnehmenden -sagen wir- gut ausgelastet, denn uns stehen 12 Badmintonfelder zur Verfügung.

Gespielt wurde im Doppelmodus, was nichts Außergewöhnliches ist, aber die Teilnehmenden mussten sich nach jeder Spielbegegnung einen neuen Doppelpartner suchen. „Dann kann ich mit meinem Partner ja gar nicht gewinnen.“, „Ich möchte aber nur mit meiner besten Freundin zusammenspielen!“ – Diese und ähnliche skeptische Bemerkungen machten schon im Vorfeld des von Sportlehrer Niklas Bieker federführend organisierten Turniers die Runde.

Das Ziel des Turniers war jedoch nicht, am Ende ein strahlendes Siegerdoppel zu küren, sondern das Miteinander vieler verschiedener Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen, die sich innerhalb der eigenen Stufe zum Teil kaum kannten. Sportlehrer Klemens Stehr brachte es augenzwinkernd auf den Punkt: „Die Sieger sind das Spiel und der Sport!“

Badmintonturnier © Ulrike Jost-Westendorf, MGH

Als das einmal durchgedrungen war, begannen alle Beteiligten mit großer Begeisterung nach neuen Partnern und neuen Gegnern zu suchen, denn auch die konnten eigenständig gewählt werden. Jeder Teilnehmende musste als Vorgabe mindestens 3 Spiele gespielt haben, nach oben war die Anzahl der Spiele offen.

Natürlich wurden die Spielergebnisse schriftlich festgehalten und eigentlich war vorgesehen, über einen Quotienten den Spieler und die Spielerin mit den meisten Punkten herauszufinden, aber bereits nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass das Orgateam, bestehend aus 2 (!) sportunfähigen Schülern, hoffnungslos überfordert war, da die Spielergebniszettel quasi im Minutentakt auf sie einprasselten.

Also, liebe Q2 und Q1, nehmt es uns nicht übel, aber eine Siegerehrung wird es nicht mehr geben. Dafür gab es am Dienstagabend aber viele fröhliche und zufriedene Gesichter und die Gewissheit, dass das Turnier „gar nicht so schlecht war wie gedacht“.

Auf ein Neues im nächsten Jahr!

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