Im Rahmen des Kunstunterrichts haben sich die SchülerInnen der Q2 mit der Frage beschäftigt, wie sich innere Bewegungen, Gefühle und Wahrnehmungen sichtbar machen lassen – nicht auf Papier, sondern im Raum und am eigenen Körper.

Ausgehend von der informellen Kunst der 1950er und 1960er Jahre (siehe Ausstellungsbesuch der Q2 in Hagen), in der Gesten, Spuren und Energie Ausdruck innerer Zustände sind, entwickelten die SchülerInnen eigene dreidimensionale Arbeiten. Angelehnt an das Werk der Künstlerin Rebecca Horn entstanden Körpererweiterungen und -einschränkungen, die den Körper verändern, Bewegung beeinflussen oder Wahrnehmung intensivieren.

Mit einfachen Materialien wie Pappe und Pappmaché übersetzten die SchülerInnen persönliche Empfindungen – etwa Enge, Druck, Schutz, Spannung, Unruhe oder Distanz – in räumliche Formen. Dabei stand nicht die perfekte Ausführung im Vordergrund, sondern das Experimentieren, das Erfahren und das Nachdenken darüber, wie sich innere Zustände plastisch ausdrücken lassen.

Die entstandenen Arbeiten sind keine Kostüme, Symbole oder Gebrauchsobjekte, sondern künstlerische Versuche, den eigenen Körper als Träger von Ausdruck zu begreifen. Die Fotos aus den Arbeitsphasen geben Einblicke in diesen offenen Prozess zwischen Idee, Material und Körpererfahrung.

Kunstprojekt Q2 I © Marion Trübiger, MGH

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