Wie entsteht aus einem Museumsobjekt eine Geschichte? Welche Geräusche passen zu einer spannenden Szene? Und wie kann man eine Geschichte in einem Schuhkarton lebendig werden lassen? Das durften die Kinder der Klasse 5d in den letzten drei Wochen herausfinden. Die Aktion fand im Rahmen der Aktion RUHR KUNST BEWEGT, ein Vermittlungsprojekt der Ruhrkunstmuseen, gefördert durch die RWE Foundation, statt.

Unsere Fünftklässler:innen beschäftigten sich mit diesen Fragen in einer dreiteiligen Workshopreihe im Gustav-Lübcke-Museum. In Kooperation mit den Fächern Kunst, Musik und Deutsch lernten die Schüler:innen das Museum nicht nur als Ausstellungsort kennen, sondern als einen Ort, an dem Kreativität, Fantasie und eigenes Gestalten im Mittelpunkt standen.

Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung. Anschließend erkundeten die Kinder die Exponate selbstständig und suchten sich in Kleingruppen ein Objekt aus, das sie besonders ansprach. Ob eine alte Pistole, eine goldene Uhr oder ein anderer Ausstellungsgegenstand – jedes Objekt wurde zum Ausgangspunkt einer selbst erfundenen Geschichte.

Im zweiten Workshop wurden die Geschichten durch Akustik untermalt. Mit Alltagsgegenständen entwickelten die Gruppen passende Geräusche und Klänge, die Stimmung, Handlung und Spannung ihrer Geschichten unterstrichen. Dabei entstanden überraschend kreative Ideen, und die Kinder entdeckten, wie wirkungsvoll Klänge Geschichten erzählen können.

Bei unserem dritten und letzten Besuch im Museum wurden die Geschichten räumlich gestaltet. In Schuhkartons entstanden kleine Bühnenbilder, auf denen die Erzählungen sichtbar wurden. Einige Gruppen bauten detailreiche Miniaturwelten, andere stellten Schlüsselszenen ihrer Geschichte nach oder gestalteten den Karton innen und außen passend zum Inhalt. Besonders dieser kreative Bauprozess begeisterte viele der Schüler:innen.

Die Workshopreihe zeigte eindrucksvoll, wie bereichernd fächerübergreifendes Lernen sein kann. Kunst, Musik und Deutsch ergänzten sich auf natürliche Weise und eröffneten den Kindern neue Zugänge zum Erzählen und Gestalten. Gleichzeitig konnten sie das Gustav-Lübcke-Museum als lebendigen außerschulischen Lernort erleben, an dem nicht nur betrachtet, sondern auch entdeckt, ausprobiert und kreativ gearbeitet werden konnte.

Die Vielfalt der entstandenen Schuhkarton-Welten zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Gruppen ihre Geschichten interpretiert und umgesetzt haben. Wer sich selbst ein Bild von den kreativen Ergebnissen machen möchte, hat dazu Gelegenheit: Die Arbeiten werden in der letzten Schulwoche sowie über die Sommerferien hinaus bis in das neue Schuljahr hinein in den Vitrinen im Eingangsbereich (vom Schulhof) unserer Schule ausgestellt.

Die entstandenen Fotos geben einen lebendigen Einblick in die verschiedenen Workshopphasen und zeigen unsere Schüler:innen beim Erfinden, Experimentieren, Musizieren und Gestalten.

 Gustav-Lübcke-Museum, Gruppenfoto I © Nina Böhnke,  MGH

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